Funktionsweise eines Wärmepumpentrockners



Bei Wärmepumpentrocknern handelt es sich um neuartige Geräte, die auf besonders der energiesparenden Technologie der Wärmepumpe beruhen, sodass der Energieverbrauch des Wäschetrockners deutlich gesenkt und zugleich die Energieeffizienz des Gerätes erhöht werden kann.

 

 

                                                                                                                                                                                                                                               Grafik: Miele

 

 

Hierdurch lassen sich Energieeinsparpotenziale im Vergleich zu gewöhnlichen Wäschetrockner erreichen. Dies geht so weit, dass namhafte Hersteller die Einführung einer separaten Energieeffizienzklasse fordern, die unterhalb der bisherigen Energieeffizienzklasse A angesiedelt ist, sodass der besonders geringe Energieverbrauch der modernen Wärmepumpentrockner deutlicher zum Vorschein kommen kann.


Warum lohnt sich der Einsatz eines Wärmepumpentrockners nicht nur für die Umwelt?

Durch den Einsatz eines Wärmepumpentrockners kann ein Haushalt nicht nur der Umwelt einen Gefallen erweisen, sondern zudem einen deutlichen finanziellen Vorteile realisieren. Die anfallenden Investitionskosten, die über denen eines gewöhnlichen Trockners, der auf Grundlage herkömmlicher Technik basiert, liegen, können durch die vergleichsweise geringen Energiekosten bereits nach wenigen Jahren vollständig amortisiert werden. Gemessen an den üblichen Verbrauchswerten kann ein Haushalt mit vier Personen durch den Einsatz eines Wärmepumpentrockners rund 40 bis 60 Euro an Energiekosten jährlich einsparen.

Die Anschaffung eines Wärmepumpentrockners empfiehlt sich somit insbesondere für Mehr-Personen-Haushalte, die ihre laufenden Energiekosten dauerhaft senken und zugleich ihr ökologisches Gewissen beruhigen möchten.
Wie funktionieren moderne Wärmepumpentrockner?

Grundsätzlich unterscheiden sich Wärmepumpentrockner von gewöhnlichen Wäschetrocknern vor allem hinsichtlich ihrer Funktionsweise. Bei einem Wärmepumpentrockner im Allgemeinen handelt es sich um einen Kondensationstrockner, der sich das Prinzip der Wärmepumpe zu Nutze macht. Hierbei wird die Zuluft am warmen Teil der Wärmepumpe weiter erwärmt und im Anschluss in die Trommel des Gerätes mit der Wäsche geleitet. Hierbei findet eine Kondensation des Wasserdampfes der Abluft an der kalten Seite der Wärmepumpe statt.
Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Wäschetrockner, Kondenstrockner und einem Wärmepumpentrockner?

Nach wie vor sind die sogenannten Trommeltrockner hierzulande besonders verbreitet. Hierbei befindet sich die Wäsche für den Vorgang des Trocknens in einer sich drehenden Trommel. Durch die rotierende Bewegung der Trommel wird die Wäsche umhergewälzt, sodass die trockene Luft im Verlauf des Trockenvorgangs an die Oberflächen aller Textilien gelangen kann. Grundsätzlich macht sich ein Wäschetrockner den physikalischen Effekt zu Nutze, dass warme Luft generell mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte Luft.

Auch das Grundprinzip eines Ablufttrockners unterscheidet sich von der Wirkungsweise eines Wärmepumpentrockners. Beim Trockenvorgang wird die Zuluft erwärmt und kann durch die feuchte Wäsche geleitet werden. In der Folge verdunstet das in der Wäsche enthaltene Wasser und der Wasserdampf kann, bis zu einem gewissen Grad, von warmer Luft aufgenommen werden. Die hieraus resultierende feuchte Abluft wird mithilfe eines Schlauches an die Umgebung weitergegeben.
In Kondensationstrocknern schließlich kann die feucht-warme Abluft bereits innerhalb des Trockners an der vergleichsweise kalten Luft der Umgebung vorbeiströmen. Hierbei findet eine Kondensation des Wasserdampfes der Abluft statt, wobei das anfallende Kondenswasser in einem separaten Behälter aufgefangen wird, der regelmäßig entleert werden muss. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis die Wäsche vollständig getrocknet ist, was durch einen speziellen Sensor im Geräteinneren selbstständig vom Gerät erkannt wird.

 

 

Wärmepumpentrockner vs. Kondenstrockner - Die Unterschiede

Ein Trockner zählt für viele zu den wirklich wichtigen Haushaltsgeräten und ist unverzichtbar. In ihm können Wäschestücke in kurzer Zeit getrocknet werden, sodass ein lästiges Aufhängen auf der Wäscheleine entfällt.

Wer vor dem Kauf eines Trockners steht, hat jedoch eine komplizierte Entscheidung zu treffen. Welcher Trockner ist der richtige? Wie sind die langfristigen Stromkosten? Wie umweltverträglich ist mein Trockner?

Die beiden gängigsten Modelle sind der Kondenstrocker und der Wärmepumpentrockner. Diese unterscheiden sich aber in der Funktionsweise und haben beide unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Der Kondensationstrockner:

Dieser besitzt zwei Luftströme, welche simultan verlaufen. Es findet eine Aufheizung (durch eine elektrische Heizung) des Luftstroms ab, welcher sich Richtung Trommel bewegt. Die warme Luft bewegt sich durch die Trommel, in der sich die feuchte Wäsche befindet und nimmt dabei deren Feuchtigkeit auf. Die erwärmte und feuchte Luft wird dann aus der Trommel geleitet, um daraufhin abgekühlt zu werden. Dieser Prozess erlaubt es, die Feuchtigkeit in der Prozessluft kondensieren zu lassen und das entstehende Wasser in einem dafür vorgesehenen Kondensatbehälter zu sammeln. Kühlluft wird aus der Umgebung gewonnen, welche durch einen Wärmetauscher geleitet wird und als warme Luft wieder in den Raum entlassen wird. Die warme Luft wird dabei nicht genutzt. Der Prozess beginnt erneut, beim Aufheizen des abgekühlten Luftstroms.

Kondenstrockner sind in der Anschaffung günstig, verbrauchen jedoch relativ viel Energie und sind wartungsintensiv, da sich feine Flusen bilden und den Trockner verstopfen können.

Der Wärmepumpentrockner:

Im Gegensatz zum Kondensationstrockner besitzt die Variante mit Wärmepumpe nur einen Luftstrom. Dabei läuft aufgeheizte Luft durch die Trommel, nimmt Feuchtigkeit auf und wird daraufhin durch eine Wärmepumpe geleitet, in der die Abkühlung und Entfeuchtung stattfindet. Für die Abkühlung in der Wärmepumpe sorgt ein Kältemittel. Hier kommt auch der größte Vorteil dieser Bauart zum Tragen: Die Energie, die der Prozessluft vorher entzogen wird, wird dazu verwendet, diese wieder aufzuwärmen. Somit lässt sich rund die Hälfte an Strom gegenüber einem herkömmlichen Kondenstrockner einsparen. Das ist nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern schont beiläufig noch die Umwelt.  Nachteil ist aber der, gegenüber dem ersteren Modell höhere Anschaffungspreis.

Wer seinen Trockner also regelmäßig nutzt und die etwas höheren Investitionskosten nicht scheut, spart auf lange Sicht viel Geld mit der Anschaffung eines Wärmepumpentrockners.

Wer den Trockner jedoch nur in seltenen Fällen verwendet, sollte eher zu einem Kondenstrockner greifen.