Fernseher werden intelligent. Nichts anderes heißt das Wörtchen „smart“ (englisch für klug) im Begriff Smart-TV.

  

 Foto: Panasonic                                                                                                                   

 

 

Fernseher werden intelligent. Nichts anderes heißt das Wörtchen „smart“ (englisch für klug) im Begriff Smart-TV.

 

Smarte Fernseher holen zusätzliches Programm aus dem Internet. YouTube-Videos und Webradio, die Mediatheken von TV-Sendern oder Leihfilme aus Online-Videotheken – das alles kommt per Netzwerkanschluss ins Haus, und noch ein bisschen mehr. Für das Jahr 2012 erwartet die Branche, dass fast jeder zweite verkaufte Fernseher (46 Prozent) in Deutschland ein Smart-TV ist. Doch die Kunden nutzen das Angebot oftmals nicht. Nur etwa die Hälfte aller entsprechenden Geräte wird bislang ans Internet angeschlossen, dabei ist die Vielfalt der Angebote groß. Zudem versprechen Smart-TVs völlig neue Bedienkonzepte mit Sprach- und Gestenerkennung (Samsung) oder einer Fernbedienung, die im Stil von Nintendos Spielekonsole Wii jede Handbewegung erfasst (LG).

 


Alle Hersteller ermöglichen die Anzeige beliebiger Internetseiten, Panasonic zumindest bei seinen Top-Modellen. Komfortabler sind aber speziell auf den TV-Schirm zugeschnittene Apps mit großer Schrift und fernbedienungstauglicher Navigation. Nachrichten, Wetter-Vorhersagen und Online-Videotheken sind immer dabei. Nachschub lässt sich aus den App Stores der Hersteller laden. In der Bilderstrecke erfahren Sie, welche Stärken und Schwächen die Smart-TV-Portale der fünf wichtigsten Anbieter haben.


So kommt das Internet in den Fernseher


Für den Internetanschluss gibt es zwei Möglichkeiten: mit oder ohne Kabel.
• Verfügt das TV-Gerät nur über einen Netzwerkanschluss, legen Sie ein Netzwerkkabel vom Fernseher zum Internetrouter. Mit Datenadaptern für die Steckdose (Powerline) dient das Stromnetz als Verlängerung.
• Ist WLAN im TV integriert, aktivieren Sie den Funk und geben die im WLAN-Router festgelegten Zugangsdaten ein. Zum Nachrüsten gibt es für viele Fernseher auch WLAN-Adapter zum Anstecken an die USB- oder Netzwerkbuchse. Wichtig: Ein schneller Internetzugang mit Pauschaltarif (Flatrate) ist unerlässlich, da große Datenmengen übertragen werden. Wollen Sie HD-Filme empfangen, sollte er mindestens sechs Megabit pro Sekunde liefern.


Komfortable Programmvorschau
Moderne Fernseher zeigen auf Knopfdruck eine Programmvorschau (EPG, Electronic Program Guide). Die Informationen dafür liefern die TV-Sender per Antenne, Kabel und Sat. Auf Panasonic- und Toshiba-Geräten des Jahrgangs 2012 gibt es zusätzlich einen EPG aus dem Internet: Die App „Rovi Guide“ oder „MediaGuide“ bietet unter anderem eine Suchfunktion. Damit lassen sich zum Beispiel alle „Tatort“-Folgen der kommenden Woche auflisten. Sucht man nach einem Schauspieler, weiß der „Rovi Guide“ sogar, welche Filme mit der gesuchten Person demnächst laufen.

Foto: Panasonic, TechniSat